Alles in Butter…

Heute gibt es wieder ein Erinnerungskeks.
Erinnerungskekse wecken schon beim Backen Erinnerungen an die Frauen, die mir ihre Rezepte anvertraut haben.

Die Butterstangerl habe ich das erste Mal in Oberösterreich gegessen, in Holzhäuseln.
Der Ort ist ein winziges Kaff und in dem Ort lebte die Binder-Mitzi – eine meiner Ex-Schwiegermütter (wenn ich den Sohn je geheiratetet hätte…).

Mir kam immer vor, dass diese Frau nicht in dieses Kaff passt.
In ihrer Jugend ist sie nach Holland gegangen und hat sich von dort einen Mann mitgebracht und dann den elterlichen Mini-Bauernhof übernommen.
Auf den Fotos von früher ist sie auf den ersten Blick erkennbar.
Sie sticht immer hervor.
Modisch und unkonventionell gekleidet passt sie nicht zu den anderen Landfrauen.

Mit 70 Jahren saß sie auf ihrer Bank vor dem Haus im Schneidersitz und fragte mich bei unserer ersten Begegnung „Wieso bist no net verheiratet, so schiarch bist jo gor net“.

Und diese Frau machte Kekse, die mich vom Hocker hauten.

Butterstangerl

Beim Nachbacken war ich leicht irritiert.

In den Teig kommt Essig, er wirkt ziemlich zäh und die Eischneemasse, die darüber gestrichen wird, erschien mir viel zu wenig.

Jedes Jahr bin ich von Neuem erstaunt, wie köstlich diese Kekse jedoch schmecken.

Keksrezepte sind ein Grund, warum es gut ist, mehrere Schwiegermütter in seinem Leben zu haben….

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